Fernwärme Emmerting (FWE) – das Projekt

Fernwärme Emmerting (FWE) – das Projekt

 

Das derzeit größte Projekt im Landkreis Altötting im Rahmen der sogenannten Wärmewende setzen wir in Emmerting um. Ausgehend von dem Neubau eines Gewächshauses zwischen dem Gewerbegebiet Gendorf in Burgkirchen und Emmerting durch die Firma Gemüsebau Steiner GmbH & Co. KG (Steiner), welches mittels Abwärme vom Müllheizkraftwerk ZAS versorgt wird, entstand der Gedanke die Wärme nach Emmerting weiterzuführen, um dort eine Fernwärmeversorgung aufzubauen.

Die Firma Steiner vergrößerte daher die Dimension der Wärmeleitung zwischen dem ZAS und dem Gewächshaus von DN100 auf DN150, um über den Eigenbedarf hinaus Wärme für Emmerting zur Verfügung zu stellen. Mit zusätzlichen Wärmeerzeugern (BHKW, Gaskessel) stellt das Unternehmen zudem eine Spitzenlast und Redundanz zur Verfügung.

Die EGIS eG baut ausgehend vom Gewächshaus das Fernwärmenetz Richtung Emmerting aus. Nach knapp einem Kilometer Leitungstrasse wird der Rand von Emmerting, das Neubaugebiet Seng, erreicht. Dort werden alle Parzellen an die ökologische Fernwärme angeschlossen und versorgt. Danach geht es über den Heckenweg Richtung Ortszentrum weiter. Von dort aus kann dann die gesamte Gemeinde erschlossen werden.

Mit der Fernwärme kommt auch das schnelle Internet zu Ihnen nach Hause! Dank der Fernwärme bekommt jedes Einfamilienhaus, sofern gewünscht, einen hochwertigen Glasfaseranschluss. Mit Internet bzw. Fernsehen versorgt Sie dann ein Regionalunternehmen aus Traunstein, die Anschlusswerk GmbH, mit fairen Tarifen für jeden Bedarf. Sorgen Sie mit Fernwärme und Glasfaseranschluss für eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie!

Unser erster Hausanschluß

Familie Giebl wird seit September 2021 in ihrem neuen Einfamilienhaus mit nachhaltiger Fernwärme aus der Region versorgt, sie sind die ersten Kunden der Fernwärme in Emmerting. Seit Baubeginn im Jahr 2020 werden viele Trassenmeter Fernwärmeleitungen, ausgehend vom Gewächshaus in Emmerting, unter die Erde verlegt. Die Gemeinde Emmerting hat hier mit der EnergieGenossenschaft Inn-Salzach eG (EGIS eG) als Partner ein zukunftsweisendes Energiekonzept im Landkreis realisiert. Die Abwärme aus dem Müllheizkraftwerk ZAS nutzen die Betreiber der Fernwärmeleitungen, um nicht nur die privaten Haushalte, sondern bald auch die öffentlichen Gebäude in Emmerting mit Heizenergie zu versorgen. Wer Interesse am schnellen Internet bekundet, kann die Glasfaserleitung gleich mitbuchen. Der Neubau von Anna und Thomas Giebl, in dem sie gerade mal seit vier Wochen wohnen, liegt im Ortsteil Seng in Emmerting. Das junge Paar genießt mit dem Anschluss an die Fernwärme Emmerting viele Vorteile. Neben dem geringen Platzbedarf für die Fernwärme-Übergabestation im Technikraum, sparen die Fernwärmenutzer auch an Reparatur- und Wartungskosten. Über die Bevorratung von Brennstoff mussten sich die Giebl‘s erst gar keine Gedanken machen. Außerdem ist Fernwärme im Vergleich zu fossilen Energieträgern CO2-steuerfrei. „Wir wissen wo unsere Wärme herkommt und wer sich langfristig um unsere Heizung kümmert, das ist ein beruhigendes Gefühl“ bestätigen die jungen Emmertinger Häuslebauer. Seitdem sie an die Fernwärme angeschlossen sind, gab es jedenfalls noch keine „kalte Dusche“ in der Frühe.

Das EGIS-Bäumchen für den Garten des modernen Einfamilienhauses kommt gleich im nächsten Jahr in die Erde. Die Zusammenarbeit wächst und gedeiht schon von Anfang an. Von der EGIS eG gratulierten die Projektleiter Matthias Zimmermann und Lukas Karl (v.l.) sowie Judith Klier (r.), verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit bei der Genossenschaft, ihren ersten Fernwärmekunden Anna und Thomas Giebl (Mitte).